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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): leichterer Zugang gefordert

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Dass die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zur elementaren Absicherung gehört, ist vermutlich allgemein bekannt. Problematisch ist dabei nur, dass nicht jede Berufsgruppe Zugang zu den begehrten Policen hat. Verbraucherschützer fordern deshalb Änderungen.

Laut Versicherungsbote geht es vor allem um einen leichteren Zugang zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Bundesweit scheidet rund ein Viertel der Berufstätigen vorzeitig aus und geht krankheitsbedingt in Rente. Angesichts der drastischen Kürzungen im gesetzlichen Schutz ist eine Versorgungslücke entstanden, die bislang nur unzureichend durch private Policen geschlossen wurde.

Das ist umso interessanter, als die BU in der Popularität deutlich unterhalb der Hausratversicherung rangieren, wenngleich Letztere ein viel kleineres Risiko absichert. Aus diesem Grund hat der Bund der Versicherten gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ein Positionspapier erarbeitet, in dem Verbesserungen der Risikodeckung dargelegt werden. So sollen Interessenten an der BU bis zu einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente von 1500 Euro  auch ohne oder mit einer stark vereinfachten Gesundheitsprüfung Aufnahme finden.

Des Weiteren fordern die Verbraucherschützer, dass weder Diabetes noch psychische Krankheiten als Ausschlussgrund herhalten dürfen. Zuletzt soll auch die starke Segmentierung in Berufsgruppen unterbleiben, damit größere Kollektive mit einer besseren Ausgleichsmöglichkeit entstehen. In diesem Kontext soll es abgelehnten Antragsstellern auch ermöglicht werden, in die Begründung Einsicht zu nehmen.

Ob und welche der Vorschläge angenommen und umgesetzt werden, ist derzeit offen. Immerhin haben sich die Versicherungsunternehmen grundsätzlich gesprächsbereit gezeigt, sehen jedoch in den konkreten Vorschlägen einige Probleme. Entsprechend bleibt abzuwarten, wie sich die BU weiterentwickelt.

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