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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Kritik an 50-Prozent-Regelung

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Das ARD-Magazin Fakt hat sich dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) gewidmet und findet teilweise kritische Worte. Das ist umso interessanter, als vor Kurzem noch nahezu alle Policen mit einem „sehr gut“ bei Ökotest durchgewunken worden waren.

Die Problematik, die sich mit mancher BU ergibt, liegt in den stetig zunehmenden psychischen Erkrankungen. Wie es Finanzen.de dokumentiert, wurden bei manchen Anbietern die Zahlungsansprüche erst einmal abgelehnt und anschließende Prüfungen  herausgezögert worden sein.

Handelte es sich dabei um Einzelfälle? Das ganz gewiss, doch müssen die Berufsunfähigkeitsversicherungen auch damit fertigwerden, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen seit 2000 um 40 Prozent zugenommen hat. In manchen Fällen werden dann Bescheinigungen über Arbeitsunfähigkeit nicht sofort akzeptiert oder aber nicht als berufsbedingt anerkannt.

Besonders in der Kritik steht die so genannte 50-Prozent-Regelung. Demnach ist nur schwer zu beurteilen, wann 50 Prozent Berufsunfähigkeit vorliegt und wann  – zugespitzt formuliert – nur 49 oder gar 51 Prozent vorliegen.

In der Praxis werden allerdings laut Dr. Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mehr als 70 Prozent der eingereichten Fälle von Berufsunfähigkeit auch übernommen. Lediglich in elf Prozent der Fälle verweigerten die Versicherer eine Zahlung, da schlichtweg keine Grundlage existierte.

Wie findet man aber nun die richtige BU? Ein probates Mittel ist in der Tat das Gespräch mit einem Versicherungsberater. Während sich die Konditionen auch im Internet recherchieren lassen, erfährt man nur hier, welche Gepflogenheiten bei der in Frage kommenden Versicherung gelten und wie im Fall der Fälle vorgegangen wird.

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