Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Höhe der Renten steigt kontinuierlich

| Keine Kommentare

Die Höhe der vereinbarten Renten in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) steigt offenbar kontinuierlich an. Wie eine Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besagt, kamen im Jahr 2018 49 Prozent aller ausgehandelten Verträge auf eine Rente in Höhe von mehr als 10.000 Euro im Jahr. 2009 lag diese Zahl noch bei 35 Prozent.

Der Versicherungsbote liefert noch mehr Aufschluss und sieht die Zahlen als Hinweis darauf, dass nach wie vor zu niedrige Renten vereinbart werden. Bei 49 Prozent oberhalb von 10.000 Euro bedeutet dies, dass mehr als die Hälfte der Policen mit monatlich nur etwas mehr als 800 Euro angesetzt werden, was zur Sicherung des Lebensunterhalts kaum ausreichen dürfte.Hinzu kommt, dass das Geld aus einer BU im Fall der Fälle mit der Grundsicherung verrechnet wird und die entsprechende Rente niedriger ausfällt. Experten raten daher, mindestens zwei Drittel des monatlichen Nettoeinkommens für die Berufsunfähigkeitsversicherung anzusetzen und zudem einkalkulieren, dass nach dem Ertragsanteil versteuert werden muss. Auch ein wichtiger Faktor besteht darin, dass Ausgaben wie die für die private Krankenversicherung (PKV) auch bei Berufsunfähigkeit weiter gezahlt werden müssen.

Aktuell liegt der durchschnittlich gezahlte Rentenbetrag mit 629,25 Euro noch unterhalb der Grundsicherung. Nimmt man nur die BU, die nicht an eine Risikolebensversicherung gekoppelt sind, so kommt man auf rund 1.000 Euro.

Ob sich dieses „Zuwenig“ allerdings so einfach ausgleichen lässt, steht auf einem anderen Blatt, denn die BU gehört zu den kostenintensivsten Policen und muss erst einmal gestemmt werden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.