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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Dynamisierung unerwünscht

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Im Bereich der Berufsunfähigkeitversicherungen (BU) besteht nachwievor erheblicher Nachholbedarf. Nicht nur, dass laut einer Umfrage 60 Prozent der Deutschen komplett auf diese Versicherung verzichten – hinzu kommt, dass auch steigende Beiträge unerwünscht sind.

Cash Online widmet sich diesem Thema und berichtet, dass die Mehrzahl der Versicherten auf konstante Prämien setzen. Das geht aus einer onlinerepräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Toluna hervor. Diese ergab zudem, dass die tatsächlichen BU-Renten im Jahr 2013 gerade einmal bei 771 Euro – und damit vermutlich deutlich zu niedrig – lagen.

Der niedrige Betrag ist insofern verwunderlich, als die BU-Rente auf Sozialleistungen angerechnet wird. Mit anderen Worten kann sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unterhalb eines bestimmten Niveaus schlichtweg nicht lohnen und man ist mit Sozialleistungen besser beraten. Vielleicht ist das auch einer der Gründe dafür, dass runde 30 Prozent der Umfrageteilnehmer zwischen 18 und 55 Jahren erst gar keine BU haben, obwohl sie diese grundsätzlich für „wichtig“ halten.

Weitere 20 Prozent gaben freimütig zu, sich über dieses Thema noch keine Gedanken gemacht zu haben und noch einmal zehn Prozent halten die BU schlichtweg für unwichtig.

Hinsichtlich der sinnvollen Dynamisierung der BU-Verträge sind 20 Prozent der Versicherten im Zweifel darüber, ob sie diese Form von Verträgen gutheißen. Lediglich ein Drittel akzeptiert die steigenden Beiträge und damit den Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Prämie. Fakt ist jedoch, dass immer dann eine Erhöhung anstehen kann, wenn die Überschüsse in der BU zurückgehen. Sie dient also letztlich allein den Zwecken der Versicherten und deren Absicherung.

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