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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Diskussion um Schadensregulierung

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Einmal mehr ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ins Fadenkreuz der Kritik geraten. Aktuell ist es die Online-Ausgabe der „Welt„, die von davon spricht, dass Versicherer „raffiniert ihre Kunden hängen lassen„.

Erstaunlich an dem Artikel ist jedoch, dass diverse Studien keine systematische Ablehnung einer Schadensregulierung im BU -Bereich erkennen lassen. Das geht auch aus Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die im Versicherungsbote präsentiert werden.

Wer hat den nun Recht? Im Fall der „Welt“ werden einige Einzelfälle präsentiert, die sicherlich unangenehm sind. Die Studie, auf die sich die Verfasser berufen, ist jedoch eine Meinungsumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Hier gaben  „70 Prozent der 1257 Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht an, das Regulierungsverhalten der Versicherer habe sich verschlechtert.“

Was das konkret bedeutet, lässt sich daraus jedoch ebensowenig ableiten wie die Frage, ob es sich hier nur um eine Einschätzung oder um Fakten handelt. Tatsächlich landen lediglich zwei Prozent aller Schadensfälle in der BU vor Gericht und sind damit strittig. Ebenfalls wurden allein 2012 mehr als 250.000 BU-Renten in einem Wert von 1,7 Milliarden Euro ausgezahlt.

In den Fällen, in denen es nicht zu einer Auszahlung kommt, sind es meist die Kunden selbst, die ihre Ansprüche nicht mehr weiter verfolgen.

Seitens der Branchenverbände wird allerdings eingeräumt, dass es immer auch zu Defiziten bei den BU-Anbietern kommt, an denen gearbeitet werden muss. Hier allerdings von Systematik und Raffinesse zu sprechen, schießt weit über das Ziel hinaus.

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