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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): auch temporäre Policen möglich

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist unbestritten eine der wichtigsten Policen überhaupt. Es existieren jedoch auch Situationen, in denen lediglich ein temporärer Vertragsabschluss in Kombination mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) anzudenken ist.

Im 1a Verbraucherportal wird diese Variante ins Gespräch gebracht. Sie richtet sich vor allem an Diejenigen, die einen Ausbildungsberuf mit hoher körperlicher Anstrengung und damit einhergehend hohen Risiken erlernen. Als Beispiele lassen sich Bauingenieure, Dachdecker oder auch Mechatroniker nennen. Ebenfalls in Frage kommen Berufe, bei denen Allergien auftreten können.

Gegenüber eine vollwertigen BU fallen die Beiträge in der temporären Variante deutlich niedriger aus. Hintergrund ist dabei, dass keinerlei Rücklagen gebildet werden müssen, da lediglich die ersten ein bis fünf Jahre nach Eintritt der Berufsunfähigkeit abgesichert werden. Entsprechend besteht in dieser Zeit die Möglichkeit, eine neue Ausbildung abzuschließen und in einem anderen Beruf zu arbeiten. Ist dies ebenfalls nicht möglich, so handelt es sich um eine Erwerbsunfähigkeit und die weiteren Rentenzahlungen fließen aus der ebenfalls abgeschlossenen EU.

Wohlgemerkt: eine temporäre BU kann niemals die vollwertige Police ersetzen. Bei jüngeren Menschen mit einer geringen finanziellen Ausstattung handelt es sich jedoch um eine kostengünstige Möglichkeit, vorübergehende Risiken abzusichern. Insbesondere im Vergleich mit einer reinen Erwerbsunfähigkeitsversicherung zeigen sich die Stärken. Deren Bedingungen sind ungleich schwerer zu erfüllen und eine berufliche Neuorientierung könnte durch das Fehlen ausreichender finanzieller Mittel erschwert werden.

 

Ein Kommentar

  1. Für mich entsteht bei diesem Produkt eine Frage, die sich mir immer wieder stellt, wenn Versicherer etwas erfinden, was eher der Versicherung als dem Kunden hilft. Wer ist am Ende der Auslöser der vorprogrammierten Katastrophe , der Kunde, der sich dafür interessiert oder der Versicherer, der so etwas anbietet. DIE elementare Forderung aller mir bekannten Kunden einer BU – Versicherung ist der Ausschluß, am liebsten, jeder denkbaren Verweisbarkeit. Nun gibt es scheinbar ein Produkt, dass die Verweisbarkeit als Vertragsobliegenheit beinhaltet. An der Stelle ist nur zu wünschen, dass Geiz doch nicht geil ist und die interessierten Kunden bis zum Ende denken. Bei jeder BU – Versicherung ist transparente und fachlich kompetente Beratung erforderlich, bei dieser Lösung umso mehr.

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