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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Alternativen eignen sich nicht

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An der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) führt offensichtlich kein Weg vorbei. Das geht aus einem Artikel bei Öko-Test hervor, in dem eine Reihe an Alternativen zur BU getestet wurden und allesamt durchfielen.

Finanzen.de beschäftigt sich mit den Testergebnissen, in denen sowohl Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) als auch Grundfähigkeitsversicherung und Multi-Risk-Versicherung thematisiert werden. Insgesamt standen 34 Anbieter auf dem Prüfstand, lassen sich allerdings keineswegs als „Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung“ bezeichnen.

Die Problematik besteht weniger in den Prämien, die meist deutlich günstiger ausfallen als in der BU als in den zahlreichen Einschränkungen bei den Leistungen. Problematisch an Erwerbsunfähigkeitsversicherungen ist beispielsweise der nicht erfolgende Verzicht auf eine abstrakte Verweisung. Konkret bedeutet dies, dass nur dann Geld gezahlt wird, wenn gar kein Beruf mehr ausgeübt werden kann. Ebenfalls ist es bei vielen Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht möglich, die Rente ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Wenngleich das Urteil nicht besser als „befriedigend“ ausfiel, hat die EU den Vorteil, dass im Fall von seelischen Erkrankungen durchaus eine Rente gezahlt wird, sofern der Betroffene keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen kann.

Im Bereich der Grundfähigkeits- und Multi-Risk-Versicherung existieren verschiedene Formen der Beitragsberechnung. Teilweise werden Überschüsse verrechnet und sorgen dafür, dass die Beiträge gering ausfallen. Das Risiko besteht jedoch, dass bei Wegfall der Überschüsse höhere Prämien erforderlich sind. Besonders problematisch wird dies bei Staffelbeiträgen, die von Öko-Test als „legaler Betrug“ bezeichnet werden.

Zuletzt wird bemängelt, dass der Leistungsfall bei den 34 abgefragten Krankheiten beim besten Versicherer nur in 29 Fällen anerkannt wird, beim schlechtesten sogar lediglich bei 13 Krankheiten.

 

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