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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Abkehr von den Berufsgruppen?

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann teuer werden. Vor allem Berufe mit hohen Risiken sowie viel körperlicher Arbeit müssen tief in die Tasche greifen, um überhaupt gegen das Risiko einer vorzeitigen Berufsunfähigkeit abgesichert zu sein. Die Rede ist von Dachdeckern aber auch anderen Handwerkern. Ein neues Modell soll nun die Einstufung in Berufsgruppen beenden.

Wie die Wirtschaftswoche schreibt, werden in diesem Kontext auch die besonders günstigen Angebote für Akademiker verschwinden und Krankenpfleger bzw Krankenschwestern können sich auf günstigere Konditionen mitsamt Einschluss der Infektionsklausel freuen. Günstig waren Versicherungen für die Risikoberufe bislang nur dann, wenn es sich um einen späteren Berufswechsel handelte.Die Zurich Versicherung hat ein neues Modell auf Basis eines so genannten „Scorings“ präsentiert. Kriterien sind die Branche sowie der Beruf aber auch die Lebensgewohnheiten und die Frage nach dem Vorhandensein einer Berufsausbildung. Anders formuliert, versucht die neue Form der BU maßgeschneidert auszufallen und exakt auf die versicherte Person zu passen.

Ob damit jedoch mehr Gerechtigkeit verbunden ist und dies überhaupt der richtige Begriff für die Beurteilung einer Versicherungsleistung ist, steht auf einem anderen Blatt. Zu befüchten ist, dass vor allem Risikoberufe den neuen Versicherungsschutz nutzen und damit Geld sparen, während Akademiker und Büroangestellte nachwievor die Sonderkonditionen herkömmlicher Versicherer nutzen. Unter dem Strich wird wohl auch die Zurich nicht die komplette Bandbreite an Tarifen im Preis senken …

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