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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): 80 Prozent unzureichend?

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80 Prozent der Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) sind unzureichend. Mit einem solchen Satz hat man die LeserInnen sicher und sorgt ggf. für regelrechte Schockzustände. Doch sollte man hinter diese Einschätzung, die aus einer Analyse einiger Versicherungsmakler basiert, durchaus ein Fragezeichen setzen.

Aufgegriffen wird das Thema bei Arbeitskreis Krankenversicherungen. Hier heißt es, dass ein Test ergeben hat, dass nur die wenigsten BU den Verlust der Arbeitskraft ausreichend absichern. Bis Sommer 2012 brachten 84 von 100 Versicherungsverträgen negative Ergebnisse, seit Mitte 2012 sind es noch 80 Prozent.

Doch was bedeutet das konkret? Und wie korrespondieren die Zahlen mit den verschwindend geringen Beschwerden beim Ombudsmann? Gewiss leidet die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) an einer enormen Komplexität, doch scheint ein Wert von 80 Prozent deutlich zu hoch gegriffen.

Interessant sind aber die angeführten Gründe. Vielfach liegt das Problem in der nicht vollständigen Voranzeige von Krankheiten und damit in einer schlechten Beratung. Zudem scheinen viele Versicherungsmakler die „Komplexität nicht [zu] durchschauen„. Des Weiteren wurden Laufzeiten zu kurz bemessen und die Rentenhöhe fällt oftmals zu niedrig aus.

Unabhängig davon, wie viel Prozent der Berufsunfähigkeitsversicherungen das Placet der Makler erhalten haben, empfiehlt sich in diesem Bereich eine umfangreiche Beratung. Von Vorteil ist natürlich, wenn der Versicherungsmakler nicht nur auf eine Provision aus ist, sondern seine Stärken auch in der Schadensregulierung zeigt. Die Qualität einer Versicherung liegt bekanntlich nicht allein in niedrigen Beiträgen, sondern in den Leistungen.

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