Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Berufshaftpflichtversicherung: Probleme nicht nur für Hebammen

| Keine Kommentare

Das Thema Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen hat in den letzten Wochen und Monaten sogar die Massenmedien beschäftigt. Ohne die nun zugesagte politische Hilfe, hätte – im schlimmsten Fall – ein ganzer Berufsstand vor dem Aus gestanden.

Doch woran liegt das? Und sind Hebammen die einzig Betroffenen? Das Handelsblatt geht diesen Fragen nach und liefert einige interessante Einblicke. So müssen geburtsleitenden Gynäkologen mittlerweile sogar bis zu 80.000 Euro im Jahr für eine Berufshaftpflicht aufbringen. Wenn sie denn dann überhaupt einen Versicherer finden.

Woran das liegt? Vor allem an den mittlerweile deutlich gestiegenen Schadenssummen. Zwar kommt es nur bei 0,00018 Prozent der Geburten zu einem so genannten „Großschaden“ , doch gehen diese Schäden richtig ins Geld. Zwischen 2006 und 2011 lagen die Kosten im Schnitt bei 650.000 Euro. Der jährliche Anstieg von sechs bis sieben Prozent ist aber seit 2003 sichtbar und mittlerweile können sich die Kosten für Langzeitschäden auf bis zu 2,6 Millionen Euro belaufen.

Die Hebammen haben dieses Problem durch den Sicherstellungszuschlag ab Juli 2015 sowie eine Übergangsregelung halbwegs in den Griff bekommen, die Gynäkologen warten hier allerdings noch auf eine politische Lösung. In einem sind sich jedoch alle Beteiligten einig: den „Schwarzen Peter“ dürfen nicht die Versicherer bekommen, denn deren Handlungsspielraum richtet sich nach den Schadensfällen und den damit einhergehenden Schadenssummen.

Dadurch, dass sowohl die medizinischen als auch die Pflegekosten angestiegen sind, muss dem auch auf der Beitragsseite Rechnung getragen werden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.