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Beitragssteigerungen: PKV fordert Reform

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Es gleicht schon fast einem Ritual: im Abstand von einigen Jahren erhöhen die Privaten Krankenversicherer (PKV) zum Teil in erheblichem Maße ihre Beiträge und prompt erscheinen Artikel, in denen über Altersarmut, Bereicherung und ein Zwei-Klassen-System berichtet wird. Dass die PKV im Schnitt exakt so ansteigt wie die gesetzlichen Krankenkassen ist zwar Fakt, fällt jedoch gerne unter den Tisch.

Laut Handelsblatt fordern nun auch Verbraucherschützer eine Neuregelung, die seitens der PKV bereits seit Jahren vorgeschlagen wird. Das Problem: die SPD innerhalb der Großen Koalition ist partout dagegen und verhindert die jährliche Beitragsanpassung. In der PKV kommt es auf diese Weise zu „Nachholeffekten“ durch die auch die Planungssicherheit bei den Versicherten geringer wird.Pfefferminzia berichtet über eine Umfrage bei den PKV-Versicherten, die ebenfalls kleinere Beitragssprünge fordern. Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 2.000 Versicherten waren 61 Prozent für eine Veränderung, 16 Prozent dagegen.

Das derzeitige Problem liegt in vorgegebenen Schwellenwerten, die erreicht werden müssen, um Beiträge erhöhen zu können. PKV-Verbandschef Florian Reuther meint hierzu:

Das wollen wir den Versicherten gerne ersparen. Dafür gibt es konkrete Vorschläge, doch leider blockiert die SPD die nötige Gesetzesänderung.“

Im bevorstehenden Wahlkampf dürfte sich hieran nichts ändern, denn schließlich wünschen die Sozialdemokraten eine Abschaffung der PKV und die Etablierung einer Bürgerversicherung. Entsprechend besteht wenig Hoffnung auf Einigung.

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