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Bedeutet autonomes Fahren das Ende der KfZ-Versicherung?

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Autonomes Fahren ist eines der großen Themen, die derzeit die Autobranche beschäftigen. Folgt man den Prognosen einiger exponierter Persönlichkeiten wie beispielsweise US-Investor Warren Buffett oder Microsoft-Gründer Bill Gates, so steht auch die KfZ-Versicherung vor dem baldigen Aus.

Die dahinter stehende Logik wird unter anderem bei Procontra-Online erläutert: wenn es keine Unfälle mehr gibt, bedarf es auch keiner Versicherung. Mit ähnlichen Worten wurde das Thema im Rahmen einer Sendung im US-Fernsehen besprochen, wobei auch die National Highway Traffic Safety Administration zu Wort kam. Gemäß der US-Behörden, basieren 94 Prozent aller Unfälle auf Fahrfehlern. Wird der „Faktor Mensch“ ausgeschaltet, so dürfte die Unfallzahl drastisch fallen.

Auch die Swiss RE hält eine entsprechende Studie parat, nach der die Unfallzahl bis ins Jahr 2035 um 80 Prozent fällt. Ähnliches berichtet auch der CEO von Thatcham Industries, einer Organisation der britischen Kfz-Versicherer, der die autonomen Fahrzeuge bereits für das Jahr 2021 auf der Straße sieht.

So weit, so gut, so hypothetisch. Denn auch, wenn Fahrzeuge autonom fahren, bestehen mit Sicherheit noch Möglichkeiten, um einen Unfall zu verursachen. Zwar mag die Wahrscheinlichkeit sinken, doch die Notwendigkeit einer Absicherung ist damit sicherlich nicht verschwunden. Zudem stellt sich die Frage, wann der Hersteller und wann der Betreiber haftet bzw. Versicherer schwenken im Zweifel einfach um und versichern die Hersteller gegen etwaige Unfallschäden.

Im Zweifel dürfte es eher so laufen, dass die Prämien aufgrund der geringeren Unfallhäufigkeit ein wenig sinken und sonst alles beim Alten bleibt.

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