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Beamte kritisieren PKV – Studie

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Die Debatte um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) bzw. deren gewünsche Abschaffung gewinnt allmählich an Dynamik. Jetzt kam von Seiten der Beamten harsche Kritik an einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung. Dort heißt es, dass der Staat durch die Abschaffung der Beihilfe in den kommenden 15 Jahren 60 Milliarden Euro einsparen könnte.

Dass ein solcher Vorschlag nicht gerade für Begeisterung bei den staatlichen Bediensteten sorgt, versteht sich von selbst. Wie der Focus schreibt, äußerten sich sowohl der Beamtenbund dbb als auch der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) überaus kritisch.

Fakt ist, dass Beamte unabhängig von ihrem Einkommen nicht unter die gesetzliche Versicherungspflicht fallen. Entsprechend sind rund 85 Prozent der Beamten bei einer PKV versichert und erfreuen sich daran, dass der Staat die Hälfte der Beiträge übernimmt. Bei Pensionären liegt die Beihilfe sogar bei 70 Prozent.

Glaubt man der Bertelsmann-Studie, so belaufen sich die Ausgaben für die Krankenversorgung von Beamten und Pensionären bis 2030 auf geschätzte 20,2 Milliarden Euro – jährlich. Allein durch eine allgemein geltende Versicherungspflicht bis zu einem jährlichen Einkommen in Höhe von 57.600 Euro , ließen sich die bereits erwähnten 60 Milliarden Euro einsparen. Hintergrund ist, dass zwei Drittel der 3,1 Millionen privatversicherten Beamten und Pensionäre in die gesetzliche Krankenkasse wechseln müsste.

Problematisch an dieser Rechnung ist jedoch, dass die Alimentation durch den Staat durchaus gewollt ist, um gegenüber der freien Wirtschaft konkurrenzfähig zu bleiben. Darüber hinaus würden der GKV nach Ansicht der Kritiker Mehrbelastungen erwachsen und es existieren verfassungsrechtliche Probleme, die eine Umsetzung im Sinne der Bertelsmann-Stiftung unmöglich machen würden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat indes die Pläne unterstützt und spricht sich für eine Versicherungspflicht für Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Die Begründung liegt im vermeintlichen Schutz “ vor den explodierenden Prämienkosten der privaten Krankenversicherung“ sowie in der Entlastung des öffentlichen Haushalts.

 

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