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Bankschließfach: selber auf die Versicherung achten

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Ein Bankschließfach steht für Sicherheit und minimiert den Verlust bei Einbruch in den eigenen vier Wänden. So weit, so landläufig, doch wer tatsächlich auf Nummer sicher gehen möchte, sollte unbedingt eine zusätzliche Police abschließen. Der Grund: Banken haften nur sehr begrenzt für Verluste oder Beschädigungen.

Nähere Informationen finden sich im Nachrichtenmagazin Focus, wo über einen konkreten Fall aus München berichtet wird. In den Jahren 2017 und 2018 hatten Gangster das Wissen einer Mitarbeiterin der Commerzbahn genutzt, um Schließfächer in mehreren Filialen zu plündern. Der Schaden lag bei 4,6 Millionen Euro, Geschädigte war eine Person aus Russland.Grundsätzlich gilt per Gesetz, dass eine Bank für den Verlust aus einem Schließfach haftet – unabhängig davon, ob es sich um einen Einbruch oder einen Unwetterschaden handelt. Das Problem besteht nur darin, dass die Versicherungssummen im fünfstelligen Bereich angesiedelt sind und keine Millionenbeträge abdecken. Diese Erfahrung mussten auch Bankkunden in Hildesheim 2017 machen, deren Schließfächer überflutet wurden. Lediglich mit zusätzlicher Elementarversicherung wurden die Schäden übernommen.

Bei der Commerzbank ist es beispielsweise so, dass die Inklusiv-Versicherung lediglich bis 26.000 Euro ausreicht und „Bargeld und Elementarschäden“ explizit ausgenommen werden. Bei der Deutschen Bank existiert keine Versicherung. Die Kosten für eine Zusatzpolice betragen 0,66 bzw. 0,96 Promille für den Betrag, der oberhalb der Versicherungssumme liegt (Commerzbank), bei der Deutschen Bank werden 0,515 Euro pro 1.000 Euro Versicherungssumme veranschlagt.

Manchmal ist es jedoch auch so, dass die eigene Hausratversicherung einspringt oder einen zusätzlichen Schutz bietet und natürlich sollten Inventarlisten und Kaufbelege für den Nachweis der Schäden existieren.

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