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Bankenskandal: Unnötige Versicherungen verkauft

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Wer braucht eine spezielle Versicherung gegen den Verlust einer Kreditkarte, wenn dieser sowieso schon mit 100.000 Britischen Pfund abgesichert ist? Die Antwort auf diese rhetorische Frage wurde von einigen Banken in Großbritannien auf unseriöse Weise gegeben.

Wie 20min.ch berichtet, wurden 13 Banken und Kreditkarteninstitute zu Strafzahlungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verurteilt, weil sie ihren Kunden unnötige Versicherungen angedreht hatten.

Die Aufsichtsbehörde verhängte die Strafen unter anderem gegen so bekannte Unternehmen wie Barclays , HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS). Dabei wurde nicht bekannt, welche Bank in welcher Höhe haftet.

Es handelt sich übrigens nicht um den ersten derartigen Fall in Großbritannien. Schon vor einigen Jahren waren Strafzahlungen in Höhe von umgerechnet 18,1 Milliarden Euro fällig, weil Banken überteuerte Kreditausfallversicherungen an den Kunden gebracht hatten. Die beteiligte Versicherung war im aktuellen Fall der Spezialversicherer CPP Group. Auch diesem wurde eine Strafe aufgebrummt, die mit 10,5 Millionen britischen Pfund und noch einmal 14,5 Millionen Pfund Entschädigung allerdings vergleichsweise glimpflich ausfällt.

Wer hierzulande eine Versicherung abschließen möchte, sollte am Besten vorher mit einem Versicherungsberater sprechen. Auch in Deutschland werden immer wieder unnötige Policen angeboten. Zudem lassen sich hierzu Informationen von Verbraucherschützern beziehen. Wir vom Rundumversicherungsblog hatten dieses Thema zuletzt im April aufgegriffen und über Krankenhaustagegeldversicherung, Reisegepäckversicherung, Handy-Versicherung und Co. geschrieben.

 

 

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