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Baden-Württemberg: PKV vor allem in ländlichen Gebieten

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Die Private Krankenversicherung (PKV) ist keineswegs nur ein urbanes Phänomen. Entgegen der Behauptung mancher Kritiker, zeigt sich zumindest für Baden-Württemberg ein umgekehrter Trend. Die Privatversicherten sorgen maßgeblich für den Erhalt der Arztpraxen auf dem Land und nutzen damit indirekt auch den gesetzlich Versicherten.

Dies schreibt das Ärzteblatt und nimmt dabei auf die Zahlen aus dem PKV-Regionalatlas für Baden-Württemberg Bezug. Es finden sich darin Zahlen, die nach Regionen aufgeschlüsselt sind. Setzt man die Zahlen der PKV-Versicherten und des Mehrumsatzes in den Arztpraxen ins Verhältnis zum regionalen Preisindex für die ärztliche Kostenstruktur, so ergeben sich reale Werte bzgl. der Kaufkraft der Mehrumsätze von PKV-Patienten.In Baden-Württemberg sind mit rund zwölf Prozent der Menschen mehr Personen privat krankenversichert als im Bundesdurchschnitt, der bei 10,6 Prozent liegt. Die Verteilung ist nahezu homogen und weist für ländliche Regionen einen Anteil in Höhe von knapp elf Prozent aus. Es ist allerdings so, dass die Menschen auf dem Land im Schnitt älter sind und damit mehr zum Arzt gehen. Die Folge sind höhere Umsätze in den Arztpraxen. Des Weiteren sind die Kosten für Miete einer Arztpraxis und Gehälter in ländlichen Regionen niedriger, sodass sich die PKV-Versicherten umso mehr lohnen, wenn man auf den realen Wert der Mehrumsätze schaut.

Es zeigt sich — so die Argumentation der PKV — dass die geringere Ärztedichte auf dem Land nicht am dualen Gesundheitssystem liegen kann. Eine Einheitsversicherung würde diese Situation möglicherweise sogar noch verschlechtern.

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