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Baden-Württemberg: Lehrer als Versicherungsmakler?

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Mancherorts ist bereits von einem „Skandal“ die Rede und in der Tat hat das Geschehen in Baden-Württemberg ein „Gschmäckle“. Es geht dabei um die Vermittlung von Schülerzusatzversicherung durch die Lehrer. Wer nicht abschließt, wird von einigen Aktivitäten ausgeschlossen.

Wohlgemerkt: eine Unfallversicherung und ggf. eine zusätzliche private Unfallversicherungen können im Schulalltag durchaus Sinn machen. Wie jedoch der Focus berichtet, verkaufen die Lehrer im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport auch Versicherungen für Fahrräder oder die Garderobe.

Den Lehrern obliegt nicht nur die Information über die Versicherungen, sondern auch das Einkassieren der Prämien. Folgt man dem Bund der Versicherten (BdV), so sind die Gegenleistungen von Seiten der Versicherung „grottenschlecht“ und dürften an anderer Stelle zu einem deutlich besseren Preis zu haben sein.

Hinzu kommt, dass rund 400.000 Schülerinnen und Schüler die Versicherung abgeschlossen haben und diejenigen, die dankend ablehnten, nicht an allen schulischen Aktivitäten teilnehmen dürfen — und das, obwohl die Versicherungen nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.

So wurde unter anderem eine Haftpflichtversicherung angeboten, die nur dann haftet, wenn nicht schon eine private Haftpflicht existiert. Dies ist jedoch bei 80 Prozent der Kinder der Fall, sodass der Versicherungsschutz letztlich obsolet wird. Auch Invaliditätssummen in Höhe von 50.000 Euro sind nicht seriös und viel zu gering angesetzt.

Welche Folgen die Vermittlungstätigkeit der baden-württembergischen Lehrer hat, bleibt abzuwarten. Immerhin berichten derzeit eine Reihe auch überregionaler Zeitungen über den Fall.

 

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