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Autoversicherungen und die Wahl des E-Mail-Providers

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Die Kriterien für die Berechnung von Versicherungsprämien im KfZ-Bereich sind ohnehin alles andere als transparent. Bis dato konnte man jedoch davon ausgehen, dass lediglich der Fahrzeugtyp, die Erfahrung von Fahrerin oder Fahrer sowie die Region eine Rolle spielt. In Großbritannien ist man offensichtlich einen Schritt weiter und bezieht selbst den E-Mail-Provider mit ein.

Was auf den ersten Blick absurd klingt, ist laut einem Artikel in der Computerbild gängige Praxis. Der Versicherer Admiral hat offensichtlich herausgefunden, dass Nutzerinnen und Nutzer eines Hotmail-Accounts im Schnitt in mehr Unfälle verwickelt sind. Hieraus resultiert eine Zulage, die laut einer britischen Boulevardzeitung immerhin bei 34 Euro im Jahr liegt.

So weit, so seltsam, doch richtig unangenehm erscheint das — nennen wir es einfach mal — „Racial Profiling“ des Versicherers. Wer einen britisch klingenden Vornamen wie „John Smith“ hat, zahlt deutlich weniger als sein möglicher Bruder „Mohammed Smith“. Ein arabisch klingender Vorname sorgt sogar für eine um rund 1.050 Euro erhöhte Versicherungsprämie. Offensichtlich ist Admiral mit dieser Praxis nicht allein, denn auch von den Tochterfirmen Bell, Elephant und Diamond wird eine vergleichbare Vorgehensweise berichtet.

Inwieweit dies überhaupt mit EU-Recht in Einklang zu bringen ist, braucht angesichts des Brexits vermutlich nicht mehr gefragt zu werden. Dennoch dürften die Enthüllungen der britischen Presse für einige Proteste sorgen.

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