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Autounfall: KfZ-Versicherung darf Schadensregulierung sechs Wochen verzögern

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Wer einen Autounfall erlitten hat, muss im schlimmsten Fall bis zu sechs Wochen auf eine Schadensregulierung warten. Eine Frist zwischen vier und sechs Wochen gilt laut einem Urteil des Landgerichts Koblenz als gängig (Az.: 5 O 72/16) und muss hingenommen werden.

Die TZ dokumentiert den zugrundeliegenden Fall, bei dem es um einen einfachen Autounfall ging. Der Anwalt des geschädigten Fahrers forderte auf Basis eines Gutachtens Schadenersatz und setzte eine Frist zu dessen Bezahlung. Daraufhin wurde das Auto aus eigener Tasche bezahlt und die Kosten an die Versicherung gereicht.

So weit, so üblich, doch verstrichen verschiedene Fristen, da die Kfz-Haftpflicht zwischenzeitlich nicht gewillt war, zu 100 Prozent Schadensregulierung zu leisten. So kam es zum Prozess am Landgericht, was die Versicherung zum schnellen Einlenken und bezahlen brachte.

Doch wer zahlt die Verfahrenskosten? In diesem Fall die Versicherung, was die Richter mit der Frist von vier bis sechs Wochen nach Bekanntwerden der Ansprüche des Klägers begründeten. Die Richter argumentierten weiter, dass es sich um einen typischen Auffahrunfall gehandelt habe und werteten den zwischenzeitlichen Einspruch daher indirekt als Verzögerungstaktik.

Da der Streit über die Haftungsquote nicht nachvollziehbar gewesen sei, hat die Uhr gleich nach der ersten Meldung zu Ticken begonnen und somit hätte die Schadensregulierung früher erfolgen müssen.

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