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Ausgesperrt: wann lohnt sich ein Wohnungsschutzbrief?

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Es ist das „klassische“ Szenario. Man möchte nur eben schnell zum Briefkasten und ein Windstoß schlägt die Wohnungstür zu. Sofern kein Ersatzschlüssel existiert, bedarf es eines Schlüsseldienstes, dessen Einsatz oftmals mehrere Hundert Euro kostet. Ein Wohnungsschutzbrief kann hier Abhilfe schaffen, lohnt sich jedoch meist nicht.

So hat sich unter anderem Verivox mit diesem Thema auseinandergesetzt und empfiehlt, die Kosten für den Schlüsseldienst eher aus eigener Tasche zu begleichen. Schließlich kommt es nicht so häufig vor, dass entsprechende Dienste benötigt werden. Andererseits weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) darauf hin, dass ein Wohnungsschutzbrief vor unseriösen Schlüsseldiensten schützen kann.

Beim Anrufen sollte man daher sowieso im Vorfeld einen Festpreis verhandeln und sich diesen vor dem Öffnen der Tür bestätigen lassen. Darüber hinaus sollte man nicht vor Ort in bar zahlen, sondern sich stets eine Rechnung aushändigen lassen.

Wohnungsschutzbriefe verstehen sich als Ergänzung zu einer Hausratversicherung und springen auch dann ein, wenn beispielsweise die Elektrik durch Blitzschlag beschädigt wurde, die Toilette verstopft oder wenn es zu Problemen mit der Heizung kommt. Die Handwerker werden meist direkt von der Versicherung entsendet, die sich dann auch um die entstehenden Kosten kümmert.

Die Kosten belaufen sich auf 20 bis 60 Euro im Jahr und manche Versicherer zahlen auch die Unterbringung der Familie im Fall einer Havarie oder die Sicherung sensibler Daten und Dokumente.

Verbraucherschützer weisen jedoch auf den oftmals lückenhaften Schutz hin und sehen den Wohnungsschutzbrief als eine verzichtbare Versicherung an. Wer bereits ein Hausrat-Versicherung abgeschlossen hat, kann meist auf die zusätzlichen Policen verzichten, wobei dies von Fall zu Fall entschieden werden sollte.

 

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