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Auseinandersetzung über Kostenübernahme der PKV bei Schlafapnoe

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Wer an einer Schlafapnoe leidet, kann in der Auseinandersetzung mit manchen Privaten Krankenversicherungen (PKV) enttäuscht werden. Offenbar werden vielfach nicht die Kosten einer Behandlung übernommen, sondern es sollen Beatmungsmasken getragen werden. Diese Vorgehensweise landet nun vor Gericht.

Bei Anwalt.de wird darüber berichtet, dass die rechtliche Grundlage für ein entsprechendes Vorgehen offenbar sehr bröckelig ist. Laut § 192 VVG  haben Versicherungsnehmer Anspruch auf Kostenerstattung für medizinisch notwendige Heilbehandlungen. Der Bundesgerichtshof hat schon in seinem Urteil vom 29.03.2017 – IV ZR 533/15 festgestellt, dass bei einer wirksamen Behandlungsmethode nicht auf Hilfsmaßnahmen verwiesen werden darf.Manche PKV argumentieren daher so, dass eine Atemmaske die beste Lösung bei Schlafapnoe darstellt. Dem widersprechen viele Mediziner und verweisen in diesem Kontext zudem auf das erhöhte Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls und bevorzugen daher einen operativen Eingriff, der auch die Ursachen beseitigt. Zudem hilft eine Atemmaske nicht immer und es existieren Nebenwirkungen, die sogar bis zu Panikattacken führen können.

Möglich ist eine Erweiterung der Atemwege, was offenbar einen Routineeingriff darstellt. Bedenkt man, dass die PKV auch im Bereich der Augen-OP-Technik LASIK schon zur Kostenübernahme verdonnert wurde und nicht auf Hilfsmittel setzen darf, so stehen die Chancen auch dieses Mal nicht schlecht. Wir werden berichten….

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