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Artzbesuch: Vortäuschen einer PKV nicht rechtens

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Die Ungleichbehandlung von Patienten mit einer Privaten Krankenversicherung (PKV) und gesetzlich Versicherten treibt immer neue Blüten. Offensichtlich wird bei Vereinbarung eines Termins immer wieder über eine nicht vorhandene PKV gesprochen, um dadurch kürzere Wartezeiten zu erzielen.

Bei T-Online findet sich zumindest ein Artikel zu diesem Thema, in dem sich eine Vertreterin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen äußert. Diese unterstreicht die Verpflichtung eines Patienten, gegenüber dem Arzt bzw. der Sprechstundenhilfe wahrheitsgemäß mitzuteilen, welche Form von Versicherung vorliegt.

Mit anderen Worten ist Flunkern, wenn man nach dem Versicherungsstatus gefragt wird, nicht erlaubt. Darüber hinaus besteht seitens des Arztes naturgemäß keine Nachforschungspflicht, d.h. der Mediziner kann und wird davon ausgehen, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen.

Vor Ort ist es jedoch so, dass ein Patient aufgrund der Falschaussage wieder nach Hause geschickt bzw. auf eine andere Sprechstunde verwiesen werden kann. Ein Recht auf Behandlung besteht in diesem Fall lediglich dann, wenn es sich nachweislich um einen Notfall handelt. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient unter diesen Umständen von vornherein erschüttert ist.

Entsprechend lohnt sich eine Falschaussage in keinem Fall. Wer keine Chance auf eine PKV hat, kann den lückenhaften gesetzlichen Versicherungsschutz jedoch durch eine Reihe privater Krankenzusatzversicherungen aufstocken und so zumindest ein wenig Abhilfe schaffen.

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