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Ärger um Rürup-Rente: Tokio Hotel verklagen Allianz

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Es dürfte wahrlich nicht oft vorkommen, dass das Thema Rürup-Rente auch in den Klatschspalten auftaucht. Im Fall der Kaulitz-Brüder bzw. der bekannten Popband Tokio Hotel, ist es nun zu erheblichen Irritationen gekommen.

Der Focus erzählt die komplette Geschichte, die mittlerweile zu einem Rechtsstreit zwischen den Geschwistern und der Allianz-Versicherung geführt hat. Es geht dabei um die Beratung zur Rürup-Rente bzw. Basisrente, die nach Angaben der Kläger nicht ausreichend war.

Vor dem Berliner Landgericht fand unter dem Aktenzeichen 23 O 273/12 die erste mündliche Verhandlung statt. Der Streitwert beläuft sich dabei auf 240.000 Euro. Streitpunkt ist der Abschluss der Versicherung. Diese war von der Mutter der damals noch minderjährigen Musiker abgeschlossen worden. Nach geltender Rechtslage hätte sich die Allianz nicht nur von den Eltern, sondern auch vom Familiengericht eine Unterschrift holen müssen.

Nach Ansicht der Versicherung wurde jedoch bei Volljährigkeit der Brüder auf die „schwebende Unwirksamkeit“ des Vertrags hingewiesen. Diese hatten ihre Beiträge weiter bezahlt und damit faktisch ihre Genehmigung erteilt.

Wie der Rechtsstreit nun ausgeht, steht in den Sternen. Interessant ist dabei, dass die Kaulitz-Brüder im Fall einer Rückabwicklung vor einer nachträglichen Steuerzahlung stehen. Unter dem Strich beweist dieser Prozess aber nur die Notwendigkeit einer guten und umfassenden Beratung. Eine Rürup-Rente ist gerade für Selbstständige ein probates Mittel der Absicherung. Man sollte jedoch zuvor über die Vor- und Nachteile informiert worden sein.

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