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Amateurfußball: gesetzliche Unfallversicherung greift

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Wer in einem Amateurverein Fußball spielt, betreibt dies in aller Regel als Hobby. In den letzten Jahren hat es sich jedoch bewährt, dass auch in unteren Ligen Verträge mit den Vereinen ausgehandelt werden und eine kleine Vergütung gezahlt wird. Der Vorteil: bei einer Verletzung zahlt die Berufsgenossenschaft bzw. die gesetzliche Unfallversicherung.

Die Berliner Morgenpost schreibt ausführlich über dieses Thema und bezieht sich dabei auf ein Verfahren vor dem Sozialgericht Trier (Az.: S 5 U 141/15). Hier klagte ein Spieler mit Arbeitsvertrag bei einem Verein, der in einem Punktspiel einen Kreuzbandriss erlitten hatte.

Zunächst winkte die gesetzliche Unfallversicherung ab und wies darauf hin, dass eine Vergütung in Höhe von 250 Euro für einen zeitlichen Aufwand von rund 35 Stunden im Monat auf Freizeitsport schließen ließen. Das Gericht sah es anders und wies darauf hin, dass die Frage nach Arbeitsunfall oder nicht nicht mit der Höhe des Entgelts entschieden werden kann. Zudem seien Vertragsamateure von den Regelungen des Mindestlohnes ausgenommen.

Hintergrund des Urteils ist auch eine Entscheidung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, des Deutschen Rentenversicherung Bundes und der Bundesagentur für Arbeit, die ab einer Steuerfreigrenze von 200 Euro von einer sozialversicherungsrechtlich relevanten Beschäftigung ausgehen.

Die Berufsgenossenschaft erkannte das Urteil umgehend an, sodass nun auch andere Vertragsfußballer mit einer entsprechenden Absicherung rechnen dürfen.

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