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Altersrückstellungen: ambivalentes Bild der PKV

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Wie unterschiedlich sich Statistiken interpretieren lassen, zeigt sich einmal mehr angesichts der aktuellen Map-Reports für die Privaten Krankenversicherungen (PKV). Teils ist von Stabilität die Rede, andererorts von einem bevorstehenden „Beitragsschock„.

Letzteres befürchtet die „Welt“ und redet wieder einmal der Bürgerversicherung das Wort. Nach Ansicht der Verfasser sind viele PKV -Anbieter geradezu zu Beitragserhöhungen gezwungen, da die Kapitalerträge zurückgehen. Dem Gegenüber stehen jedoch die Zahlen, die im Bereich der Altersrückstellungen laut „Versicherungsbote“ ein Plus von 6,4 Prozent bei den Altersrückstellungen aufweisen.

Bedenkt man, dass die PKV -Branche derzeit stagniert oder gar an Kunden in der Vollversicherung verliert, so verteilt sich die Summe in Höhe von aktuell 206 Milliarden Euro nun auf weniger Personen, was nicht gerade für Beitragserhöhungen spricht.

Auch ist im Welt-Artikel von „vielen Unternehmen“ die Rede, die mit Billigtarifen gearbeitet haben. Tatsächlich hatte der PKV -Verband bereits vor Jahren davor gewarnt und sich gegen einige wenige Anbieter gestellt, die partout mit Kampfangeboten locken wollten. Ebenfalls erstaunlich ist das Schreiben von einem „schlechten Ruf“ der PKV, der durch regelmäßige überaus positive Kundenumfragen geradezu konterkariert wird.

Bislang hielten sich die Beitragserhöhungen – wie schon in den letzten Jahren – im Rahmen und dürften auch 2016 nur in Einzelfällen über Gebühr ausfallen. Die dennoch betriebene Panikmache erscheint vor diesem Hintergrund nicht so recht nachvollziehbar.

 

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