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Agrarversicherung: neues Modell gegen Dürre

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Die Art und Weise, wie eine Versicherung gegen Dürre berechnet wird, könnte sich fortan ändern. Hintergrund ist die Einführung einer neuen Indexversicherung durch die Vereinigte Hagel. Zugrunde gelegt wird fortan die Niederschlagsmenge und nicht mehr das Ertragsdefizit des gesamten Landkreises wie es bis dato der Fall war.

agrarheute schreibt über die neue Police und geht darauf ein, dass die Police „Farmindex Dürre N“ vor allem Landwirten in großen Landkreisen mit stark unterschiedlichen Wetterbedingungen helfen könnte. Fortan wird das regionalisierte Raster (REGNIE) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit einer Auflösung von einem Quadratkilometer genutzt, das folglich sehr genau ist.Versichert wird nach Gruppen wie Grünland, Obst, Wein, Gemüse oder auch landwirtschaftlichen Kulturen etc., zudem kann auch der Zeitraum für die Haftung festgelegt werden und die Summe der Entschädigungspauschale ist ebenfalls frei wählbar. Zuletzt lässt sich sogar der Schwellenwert für den Niederschlag individuell skalieren. Praktisch ist dabei, dass allein das REGNIE-Raster ausschlaggebend ist und keinerlei Begutachtung vor Ort stattfindet.

Seitens der Vereinigte Hagel wird damit gerechnet, dass sich das Modell nicht direkt durchsetzt. Es wird allerdings auf Prämienzuschüssen durch die EU spekuliert, die das Versicherungsprodukt deutlich attraktiver machen würden. Bleiben staatliche Geld aus, ist die Dürreversicherung in der beschriebenen Form allerdings aufgrund der hohen Prämien schwer zu bezahlen.

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