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Ärztekammer-Vertreter unterstreicht Wichtigkeit der PKV

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Ginge es nach den Ärzten, so wäre die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) gesichert. Nachdem die SPD einmal mehr einen Vorstoß gegen die geplante Neufassung der Amtlichen Gebühren­ordnung für Ärzte (GOÄ) gewagt hat, kam es direkt zu Gegenwind.

Im Ärzteblatt wird der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst mit seiner Warnung vor der Abschaffung der PKV zitiert. Nach Meinung des Kammerpräsidenten opfern die Sozialdemokraten die „Versorgung aller Patienten auf dem Altar der politischen Ideologie„.

Seitens der SPD wird durch eine Novellierung der GOÄ das System der Zwei-Klassen-Medizin festgeschrieben. Als Alternative favorisieren die Sozialdemokraten ein einheitliches Vergütungssystem in Form der oftmals geforderten Bürgerversicherung.

Bemerkenswert ist in diesem Kontext, dass die Bürgerversicherung im Rahmen des aktuellen Koalitionsvertrags nicht auftaucht. Entsprechend wird zumindest auf dem Feld der Gesundheitspolitik schon jetzt der Wahlkampf eröffnet, wenn der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Karl Lauterbach den Bundesgesundheitsminister und die Bundesländer zur Verhinderung der GOÄ-Novelle aufruft.

Inwieweit die sozialdemokratischen Bemühungen am Ende von Erfolg gekrönt sind, bleibt abzuwarten. Zumindest von Bundesge­sundheitsminister Hermann Gröhe ist naturgemäß kein Widerstand zu erwarten, denn die Entscheidung zugunsten der neuen GOÄ muss von der Regierung abgesegnet und in Gesetzesform gegossen werden. Erarbeitet wird die neue GOÄ weitgehend von der Bundesärztekammer und dem PKV-Verband.

 

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