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2021: drastische Beitragserhöhungen bei den gesetzlichen Krankenkassen

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Viel wurde in den letzten Jahren über noch so kleine Beitragserhöhungen bei den Privaten Krankenversicherungen (PKV) berichtet. Wer hier versichert ist, ist dies freiwillig, während die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtend sind. Umso alarmierender erscheint da die Überschrift einer Kolumne des bekannten Verbraucherschützers Hermann-Josef Tenhagen, die „Teuer, teurer, Krankenkasse“ lautet.

Im Spiegel findet sich der Artikel, in dem von mehreren hundert Euro im Jahr die Rede ist. Bedenkt man, dass bei den PKV zwar auch eine Erhöhung anstand, diese aber — wie immer — gelinder ausfällt als bei den gesetzlichen Krankenkassen, so erscheinen die Schreckgespenste von nicht mehr leistbaren Tarifen im Alltag allzu deplatziert.

Natürlich steigt die PKV im Alter, während sich die gesetzlichen Krankenkassen am Einkommen orientieren. Es existieren jedoch auch noch eine Menge an Zuzahlungen, die das Leben als „Krankenkassler“ teurer machen. Glücklicherweise ist seit 2021 ein direkter Wechsel der Krankenkasse mit formloser Mitteilung beim Arbeitgeber möglich. Bei Wechsel des Arbeitgebers kann immer auch die Kasse gewechselt werden oder man wechselt — sofern das möglich ist — gleich in einer Private Krankenversicherung.

Die Mindestdauer in einer gesetzlichen Krankenversicherung vor dem nächsten Wechsel beträgt fortan nur noch zwölf Monate, was sicherlich eine Verbesserung darstellt. Ein Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhungen versteht sich ohnehin von selbst. Als Gründe für die Beitragserhöhungen werden Corona und die daraus resultierende Kurzarbeit genannt.

Die Techniker geht um 0,5 Prozentpunkte nach oben, die Barmer um 0,4 Prozentpunkte, die AOK Plus und die AOK Nordost sogar um 0,6 Prozentpunkte.

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