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2017 neue Informationsblätter für Rürup- und Riester-Rente

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Vielerorts gelten die Rürup- und die Riester-Rente als überaus schwer verständliche Produkte. Um dies zu ändern, wird im kommenden Jahr ein neues Produktinformationsblatt präsentiert. Das Ziel ist eine bessere Vergleichbarkeit der Kennzahlen wie Effektivkosten, Chancen-Risiko-Klassen oder auch der Rentenhöhe und der Ablaufleistung.

Finanzen.de weist auf das Thema hin und informiert zudem darüber, dass für die Gestaltung des Produktinformationsblatts (PIB) das Bundesfinanzministerium verantwortlich zeichnet. Erstaunlicherweise existiert bislang kein einsehbares Muster, sondern lediglich eine Vorlage auf dem Stand des Jahres 2012.

Besonders relevant dürfte die Kategorisierung nach Chancen-Risiko-Klassen (CRK) sein. CRK 1 besagt, dass es sich um ein Produkt mit garantierter Verzinsung und sicherer Anlageform handelt. CRK 3 besagt, dass Chancen und Risiken in einem moderaten Verhältnis zueinander stehen, während man mit CRK 5 ein hohes Risiko mit damit einhergehend hoher Gewinnerwartung eingeht.

Eines der Herzstücke des neuen Produktinformationsblatts wird eine Modellrechnung sein. Hier wird aufgezeigt, wie sich die Altersvorsorge mit bestimmten monatlichen Beiträgen und einer bestimmten Laufzeit entwickelt. Zudem werden im Rahmen der Effektivkosten die Kosten für den Abschluss sowie die  Vertriebs- und Verwaltungskosten aufgezeigt.

Der Vorteil liegt in mehr Transparenz und der Möglichkeit, die einzelnen Produkte im Idealfall auf einen Blick untereinander vergleichen zu können.

Die gesetzliche Grundlage für die Produktinformationsblätter wurden schon 2013 im Rahmen des Altersvorsorgeverbesserungsgesetzes verabschiedet. Die Einstufung in Risikoklassen sowie die Grundlagen für die Berechnung der Effektivkosten stammen von der Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA).

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