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2016: Tarifwechsel-Leitlinien der PKV treten in Kraft

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Viel wurde in den letzten Monaten über die neuen Tarifwechsel-Leitlinien der Privaten Krankenversicherung (PKV) geschrieben. Nun treten die Regelungen in Kraft und gehen in weiten Teilen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Zuvor hatten sich die PKV -Anbieter hinsichtlich eines Tarifwechsel meist restriktiv gezeigt – mittlerweile werden sogar konkrete Tarifalternativen gegeben. Diese Möglichkeit sollte von Seiten des Gesetzes erst mit 60 Jahren ermöglicht werden, wird nun aber von den Versichereren mit 55 Jahren eingeräumt.

In gewisser Weise reagieren die Versicherer nun auch auf den wachsenden Markt der Tarifwechselberater. Diese hatten sich aufgrund der zuvor herrschenden Intransparenz ein neues Geschäftsfeld erschlossen, das nun von den PKV zurückerobert werden dürfte.

Zur hohen Qualität des zu erwartenden Services zählt beispielsweise auch, dass Anfragen zum Thema Tarifwechsel durch die Versicherer binnen 15 Tagen beantwortet werden und zudem eine individuelle Beratung erfolgt.

Die Teilnehmer decken in der Summe runde 80 Prozent des PKV -Marktes ab. Das bedeutet jedoch auch, dass nachwievor Unternehmen einen einfachen Tarifwechsel verweigern. Zu nennen sind unter anderem die Arag, Central, Continentale/Mannheimer, Gothaer, Hanse Merkur, Landeskrankenhilfe, Münchener Verein und Universa – also auch eine ganze Reihe etablierter großer Versicherungskonzerne.

Es steht jedoch zu vermuten, dass die genannten Anbieter erst einmal die Entwicklung der neuen Leitlinien abwarten und dann zu einem späteren Zeitpunkt beitreten. Anderenfalls würden vermutlich Nachteile und mittelfristig auch Imageschäden entstehen ….

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