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2016: ALG II-Bezieher benötigen eigene Krankenversicherung

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Mit Beginn des Jahres 2016 ändert sich vor allem für Bezieher von Arbeitslosengeld II eine Menge. Bislang war es immer noch möglich, im Rahmen der Familienversicherung Teil der gesetzlichen Krankenkasse zu sein. Fortan müssen ALG II- Bezieher eine eigenen Versicherung abschließen.

Hintergrund ist eine Änderung im so genannten GKV-Finanzstruktur- und Qualitätsentwicklungsgesetz, wie Haufe.de mitteilt. Das Ziel der Gesetzesänderung ist nach Angaben der GKV eine deutliche Erleichterung für die Jobcenter sowie die Krankenkassen. Diese können Verfahren nun deutlich schneller durchführen als bei direkter Kopplung an einer Familienversicherung.

Um die Gesetzesänderung finanzneutral zu halten, wurden seitens des Gesetzgebers die Höhe der Beitragsbemessungsgrundlagen deutlich reduziert. Entsprechend entstehend weder Mehreinnahmen für die Krankenkassen noch höhere Kosten für die Leistungsträger. Für die Versicherten ändert sich lediglich, dass sie ab 2016 ihre Krankenkasse frei wählen können und die obligatorische Versicherungspflicht besteht.

Hier ist unbedingt auf die Zuzahlungen zu achten, da diese vom Jobcenter lediglich bis zur Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrages übernommen wird. Entsprechend kann bei einer „teuren“ GKV passieren, dass ALG II- Bezieher selbst in die Tasche greifen müssen.

Sofern nicht rechtmäßig innerhalb von zwei Wochen eine Krankenkasse gewählt wird, entscheidet das Jobcenter und weist automatisch eine Krankenkasse zu. Gewählt wird stets dieselbe Krankenkasse, bei der zuvor auch die Familienversicherung bestanden hat.

Ein Kommentar

  1. Hallo,

    ich selbst bezieht nicht ALG II. Doch sollte es nicht so sein, dass die Betroffenen entlastet werden und die die staatlichen Institutionen. Vor allem wird nicht geklärt, was jetzt dadurch für die Krankenkassen einfacher oder kostengünstiger wird.

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